Zu den Bodenschätzen will ich hier noch einen unglaublich interessanten Radiobeitrag aus dem Deutschlandfunk hinweisen. Völkermord für Bodenschätze hat einen Namen: NEOKOLONIALISMUS.
Da geht es einen kalt durch den ganzen Körper. Von den Ohren bis in die Zehen.
Diesmal habe ich auch Facebook genutzt um so ein sozialkritisches Thema an zu sprechen und es testhalber einfach mal auf meiner “Pinnwand” gepostet.
Hier die die Reaktionen:
“..leider denkt kaum jemand darüber nach was wir mit unserer wirtschaftspolitik weltweit anrichten…, ich komme gerade aus ghana, auch hier versuchen internationale investoren massenhaft land zu kaufen um ihren hunger nach energie zu stillen, egal ob deswegen menschen verhungern…”
“Die geballte Wahrheit über Egoismus, Ungerechtigkeit und den vermeindlichen “Sinn des Lebens” in 45 Minuten..
Augen auf und anhören!!”
“man kriegt die krise, wenn man den bericht hört. vor allem bei den interviews. das solche worte aus dem mund eines “intelligenten” menschen kommen können.”
Das ist ein erster Beitrag zu einem der komplexesten Themen, mit denen ich mich zur Zeit beschäftige. Ich will ab jetzt dieses Thema Stück für Stück hier ansprechen.
Es geht um den “Kongokrieg”.
Es ist ein Tragödie, die täglich seit 1994 in brutalster Form ihren Lauf nimmt. Die Medien berichten nicht in dem Maße darüber wie es eigentlich gerecht wäre. Warum? Weil es in Afrika ist? Weil es schwarze Menschen sind? Weil die “Industrieländer” selber mit drin stecken? Weil es sich NICHT LOHNT?
Der sehr komplexe Konflikt (Genozid) wird auch “Africa’s World War” genannt. Seit 1998 bis heute gab es 5,400,000 Tote in zweiten Kongo Krieg.
Über 1000 Tote und 40 Vergewaltigte pro Tag.
Über 1000 Vergewaltigungen und 45.000 Tote pro Monat.
Es geht um Mineralien, die wir (größten Teils die Industrienationen) brauchen um unseren Elektrogeräte-Konsum zu sättigen. Denn Konfliktmineralien stecken in vielen Computern, Handys, Digitalkameras und anderen technischen Produkten – die wir immer billiger kaufen wollen. Dabei gehen wir unbewusst über Leichen!
Das schlimme ist, das es von ganz weit oben gewollt gesteuert. Eines der Schlüsselwörter für diesen Konflikt ist die gewollte Destabilisierung des Landes. Und genau das gab es schon oft in der Geschichte um Rohstoffe eines Landes auf dem günstigesten Weg zu kaufen (z.B. Iraq).
Einen guter Dokumentarfilm von Frank Piasecki Poulsen der in Arte lief, erklärt wer für unsere Handys stirbt und wer dahinter steckt. Man kann mehr hier finden. (Website zum Film)
Als zweites will ich mit diesem Beitrag über eine Massenvergewaltigung (Über Vergewaltigung, kommt noch ein extra Eintrag!) in einem Dorf im Kongo nur die Rolle der UN durch ein kleines Video beleuchten. Das ist mir eingefallen, als ich gerade den letzten Absatz des vorherigen Artikels geschrieben habe. Es ist natürlich keine objektive Sichtweise auf die gesamte Arbeit der UN im Kongo – aber es ist wichtig auch diese zu kennen. Ein Versagen der UN hat sich an viele Stellen deutlich gezeigt. Wie eben auch in diesem Beispiel:
Die Filmbeispiele reichen fürs erste. So sieht man wieder ein mal mehr wie Film als Informationsmittel eine große Rolle übernimmt.
Es geht noch ein mal um Côte d’Ivoire. Ein sehr schönes Land, das gerade aus allen Richtungen vergewaltigt wird.
Das Business-Viertel "Le Plateau" im Herz von Abidjan
Vorerst will ich sagen, das es wichtig ist, weiterhin auf diesen Konflikt aufmerksam zu machen – auch wenn man selber wenig daran ändern kann.
Schnell wurde der anhaltende Konflikt durch die neuen Meldungen aus Nordafrika überschattet und ist etwas in Vergessenheit geraten.
Abidjan
Ich vermute, dass viele nicht wissen, wie modern Abidjan eigentlich aussieht. Deshalb poste ich mal ein paar Bilder, die ich im August 2010 gemacht habe.
Man darf nicht vergessen zu sagen, das Abidjan sehr vielseitig ist. Die Bilder habe ich gemacht als mich ein Freund mit seinem Auto mir das Business-Viertel und den Strand bei Grand Bassam gezeigt hat. Das Business-Viertel “Le Plateau” ist nur ein kleiner, wenn auch sehr zentraler Teil der Stadt. Die anderen Viertel wie Yopougon, Treichville oder Marcory unterscheiden sich sehr. Ein großer Teil besteht leider auch aus Slums.
Trotzdem war Côte d’Ivoire lange ein wirtschaftlicher Vorreiter und Musterland für West Afrika.
Zu den Konflikten im Norden Afrikas, will ich mich nur kurz äußern. Ich haben größten Respekt vor allen denen, die sich trauen gegen Diktatoren und Regieme, zugunsten und im Willen der Bevölkerung, entgegen zu setzen. Es sind leider blutige aber sehr bedeutende Zeiten, die viel verändern können.
Ich hoffe sehr, dass sich vieles auch nachhaltig ändern wird.
“Revolution ist nicht ein kurzer Akt, wo mal irgendwas geschieht und dann ist alles anders.
Revolution ist ein langer komplizierter Prozess, wo der Mensch anders werden muss”
- Rudi Dutschke
Sehr interessant ist die immer bedeutendere Rolle der Medien in diesen Konflikten. Ich habe es schon bei den Konflikt an der Elfenbeinküste erlebt, wie z.B. facebook oder youtube ein sehr wichtiges Element werden kann. Viel mächtiger wird es derzeit im Norden eingesetzt. (Artikel)
Der 29. ist vorbei und ich habe nichts mehr gepostet.
Trotzdem war ich seit dem immer weiter bemüht den Kontakt mit meinen Freunden zu halten und weiter verschieden Meinungen von Ivorern gesammelt die in Abidjan leben. Auch habe ich hier in Deutschland lebende Ivorer um ihre Meinungen gefragt. Oft haben diese Erzählungen eine andere Sichtweise, als aus den westlichen Medien hervor geht. Ich habe in der letzten Zeit sehr viele unterschiedliche Meinungen und gehört, die mich Teilweise sehr verwirrten.
Trotzdem kann man versuchen weiterhin auf diesen Konflikt aufmerksam zu machen und mehr Menschen zu informieren.
Da es sehr schwer ist auf dem gesamten Konflikt Einfluss zu nehmen habe ich mir vorgenommen wenigstens punktuell meinen Freunden zu helfen.
Eines der größten Übel zur Zeit, das auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen wird, ist das keiner mehr an Geld kommt. Hierzu habe ich einen sehr hilfreichen Artike gefunden, der die Dramatik der Lage gut wiederspiegelt. Denn wenns knapp wird, fängt es bei den geringsten Sachen gefährlich zu werden:
Nahrung, Wasser, Strom, Mieten, medezinische Versorgung, Flucht etc.
Die letzte Mails kamen gestern und heute.
Gestern einmal von einer Freundin:
“[...] The population suffers from this situation. I see all this I even want to stay in this country. So my beautiful country is dying really what I can request is to pray for the Ivory Coast and the politicians that they take a good discussion that we get out then. if I leave you with those hoping to read you soon. I would not stop to say thank you and think of me.”
und diese Mail kam heute morgen von dem Freund, der die erste Nachricht vor dem 29. geschrieben hatte:
“Here in the country, anything looks wrong, the government steal bank, kill it’s own people…
So it’s very very bad for the country and for the citizens…
They are going 40 years back.
Today I read that the African Union that send a team of 5 african presidents last month and they were due on 28 february to give the way to get out of this situation… They decided to prolongate their action for an other month… very bad because meantime people are dying.
So for me and my family it’s Ok for now… But I don’t know how it will last.”
Ich hoffe, dass bald frieden für alle Menschen in Côte d’Ivoire eintritt.
Details
Eine genauere Beschreibung der Lage und des Landes (bevor der aktuelle Konflikt ausbrach) habe ich in einem Bericht der Flüchtlingshilfe gefunden:
Wie ist die Lage allgemein in der Elfenbeinküste?
Die heutige Elfenbeinküste ist nach wie vor faktisch zweigeteilt in einen von der Regierung
Gbagbos (FPI) kontrollierten, vorwiegend christlichen Süden, und einen von Rebellengruppen
(Forces Nouvelles) kontrollierten, vorwiegend islamischen Norden. In der
Pufferzone dazwischen überwachen bis Anfang April 2004 etwa 4000 französische Soldaten
und 1350 Soldaten der ECOWAS die Waffenstillstandslinie zwischen Armee und
Rebellen. Im April 2004 werden sie von der UN-Operation für die Elfenbeinküste (UNOCI)
mit 6240 Soldaten abgelöst.
Aufgrund der mangelnden Rechtsstaatlichkeit leidet die Zivilbevölkerung in der Elfenbeinküste
weiterhin unter bewaffneten Überfällen, Plünderungen und Vergewaltigungen.2 Zivile
Milizen, die sich in Selbstverteidigungskomitees organisiert haben, kämpfen in den
Städten gegen politische Gegner, auf dem Land um Boden (z.B. „young patriots). In den
Städten sorgen die „Todesschwadronen“ (welchen eine Verbindung zur Regierung Gbagbos
nachgesagt wird) für Angst. Gewalttätige Übergriffe von Regierungsmilizen halten an.
Regierung wie Rebellen haben Söldner aus dem Ausland angeheuert, über welche sie
mittlerweile die Kontrolle verloren haben und die ziellos und mit grosser Brutalität gegen
die Bevölkerung vorgehen. Ein grosses Problem stellt auch die hohe Anzahl im Inland
rekrutierter Soldaten dar sowie die unzähligen Waffen, die im Umlauf sind. Der Prozess
der Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegration ist noch in den Anfängen. Vor allem
im Westen gehen die ethnischen Kämpfe weiter. Gemäss Auskunft des UN-Büros zur
Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) in Abidjan vom 19. März 2004 gibtes weiterhin vor allem aus dem Westen Berichte über gewalttätige Zustammenstösse
zwischen Gruppen burkinischer Herkunft und indigenen ivorischen Gruppen.
Die Kontaktperson verweist darauf, dass die politische Situation im Moment höchst instabil ist.
Gemäss UNHCR konnte im Januar 2004 nur in Abidjan ein gewisses Sicherheitsniveau
etabliert werden. Am 11. März 2004 hat aber Präsident Gbagbo angeordnet, die im letzten
Jahr abgebauten Checkpoints in Abidjan wieder aufzustellen, weil auch die Stadt zunehmend
unsicherer werde. Laut Angaben eines Vertreters des IOM-Büros in Abidjan
vom 23. März 2004 ist die Sicherheitssituation in Abidjan allgemein besser als im Westen
des Landes, für Personen burkinischer Herkunft bleibt sie aber instabil und gefährlich.
Personen burkinischer Herkunft werden in Abidjan häufig Opfer von Erpressungen und
Schikanen seitens ivorischer Bürger, der Polizei und des Militärs.
Personen, die aus Abidjan kommen, können gemäss UNHCR nur nach Abidjan zurückgeschickt
werden können, wenn Familienmitglieder identifiziert werden konnten, die die
betreffende Person aufnehmen. Frauen und Kinder gehören aufgrund der anhaltenden
Spannungen zu den besonders verletzlichen und somit schutzbedürftigen Gruppen.
Auch spannend ist, das zum ersten mal die Afrikanische Union (AU) eine sehr tragende Rolle in der “Schlichtung” des Aufstandes des “abgewählten” Presidenten einnimmt. Sie entscheidet der Zeit, durch mehrfache gescheiterten friedlichen Schlichtungsgesprächen, ob ein bewaffneter Eingriff der AU-Truppen für eine Beendigung der Krise nötig sei. Wichtig ist, das man sich immer Gedanken machen muss welche übergeordneten Interessen hinter dem Konflikt stecken. Wie z.B. ist die aktuelle Interesse von Frankreich an der politischen Entscheidung in Coté d`Ivoire.. ?
Und noch ein letzter Beitrag:
Das habe ich noch bei Amnesty International gefunden und nehme es mit rein, weil ich es mit selber in ähnlicher Form erfahren habe als ich in Abidjan die UN gesehen habe. Auch jetzt ist die Rolle der UN in Abidjan zu beobachten. Aus Fällen wie dem Genozid in Ruanda und der fraglichen Mission im Kongo wurde hoffentlich gelernt und dementsprechend viel verbessert! (!?)
Ich kannte aus dem Internet Fotos und Berichte in denen über ähnliche Vergewaltigungsvorfälle erzählt wurde. Aber ich wollte bei so etwas brisanten nicht zu schnell Urteilen. Man soll am besten, das Ungewisse selber erst sehen bevor man es wirklich bewerten kann. Ich hab es vermutet, ich hab es gehsehen in ähnlicher Form gesehen, es hat sich bestätigt.
Geschockt war ich als ich sah, mit welcher Dreistigkeit, die großen weißen UN-Jeeps dirkt vor Bordellen geparkt wurden. Der Ivorer der mir dieses Viertel gezeigt hatte meinte: “Sie kommen hier her, um unsere Frauen schwanger zu machen.”
Verdacht des sexuellen Missbrauchs durch UN-Truppen
In Juli wurde die schwerwiegende Beschuldigung gegen die in Côte d’Ivoire stationierten
UN-Truppen (UNOCI) bekannt, sie seien für eine Vielzahl sexueller Missbrauchsfälle verantwortlich.
Eine von den UN entsandte Ermittlungskommission stellte fest, dass die Opfer nicht zu detaillierten Aussagen zu den Übergriffen bereit waren.
Veröffentlicht von tom am 26. Dezember 2010 in Neues
Vorwort (nicht so wichtig): Der nächste Artikel sollte eigentlich, neben einem Bericht über die politische Lage, auch eine längere Geschichte von meinem Aufenthalt in Abidjan erzählen. Mit diesem Bericht wollte ich zeigen, wie schön Abidjan und Cote d’Ivoire ist und was für nette und hilfsbereite Menschen dort leben. Ich hatte, seit die Unruhen angefangen haben, versucht Kontakt zu meinen Freunden dort auf zu nehmen. Alle Anrufversuche waren erfolglos aber jetzt kam zum Glück die erste Email.
Wichtig:
Diese Email ist eine ungefilterte Nachricht zu dem eventuell bevorstehenden Bürgerkrieg/ Krieg. BITTE LEST SIE UND DENKT NACH WAS MAN TUEN KANN! Das was hier so als Motto angekündigt ist muss jetzt getan werden! Wir dürfen nicht nur zusehen!!
——————————– – Original Email – received: 25.12.2010 – —————————–
To explain about the situation here…
All international information TV channel have been removed. The government said that they are telling false information.
The ivory Coast TV channel is completely controlled by the government. In brief, they repeat in loop: 1 – that is correct to interpret law in the way that they won the election, 2 – the France are doing everything to remove their president, 3 – that UN is here to help rebellion, 4 – that USA country are manipulated by french one, 5 – all movies/documentaries where the UN fail on didn’t succeed, 6 – all documentaries where France is manipulating african countries…
In brief they are doing brainwashing on the population. I’ve been very surprised that it is working on a lot of peoples. Unhappily, for every white person here, majority of people here doesn’t know the difference between french and white.
The government also blocked SMS, but surprisingly the internet hasn’t been interrupted.
The government also make an curfew in the night. During the curfew, someone tell that the squadrons of death are killing opponents of the government. Up to now is seem that around 200 opponents have been killed (175 death (Tote), 200 vanished (Entführte), 90 tortured (Gefolterte).. UN numbers)
But the bad news for now is that Charles Blé Goudé (partisans of previous president) call for a manifestation on 29 december. I worry that this event will target UN and french force. And if the opponents (partisans of new president) go to manifest their opposition… this can give a very bloody day
Please: Never forward or answer this mail to anyone without removing all reference to me. If this mail fall in squadrons of death hands, you will have no more news from me
Schnelle Übersetzung (wer eine genauere macht, kann sie als Kommentar bitte schicken!):
Um die Situation hier zu erklären…
Alle internationalen TV-Sender wurden entfernt. Die Regierung sagte, dass sie falsche Angaben machen.
Der Fernsehsender “Ivory Coast TV” ist komplett von der Regierung kontrolliert. Kurz, was sie in einer Schleife wiederholen: 1 – es ist richtig das Gesetz so zu interpretieren, dass sie die Wahl gewonnen haben, 2 – Frankreich tut alles, um ihren Präsidenten zu entfernen, 3 – die UN ist hier, um den Rebellen zu helfen, 4 – die USA werden von Franzosen manipuliert, 5 – Dokumentationen/Filme, in denen die Vereinten Nationen versagen oder nicht erfolgreich sind, 6 – Dokumentationen, über Manipulation afrikanischer Länder durch Frankreich …
Kurz: Sie treiben Gehirnwäsche mit der Bevölkerung. Ich war sehr überrascht, dass es bei einer Menge von Leuten funktioniert.
Leider, denn die Mehrheit der Menschen hier kann nicht zwischen Französischen und weißen [Menschen] unterscheiden.
Die Regierung blockierte auch SMS, aber überraschenderweise wurde das Internet noch nicht blockiert.
Die Regierung hat eine Sperrstunde in der Nacht verordnet. Während der Ausgangssperre, das hat jemand gesagt, sollen die Todesschwadronen die Gegner der Regierung töten. Bis jetzt sind offenbar rund 200 Gegner getötet worden (175 Tote, 200 Entführte, 90 Gefolterte .. UN-Nummern)
Aber die schlechte Nachricht für heute ist, dass Charles Blé Goudé (Anhänger des früheren Präsidenten) für eine Demonstration am 29. Dezember aufruft. Ich mache mir Sorgen, dass diese Veranstaltung die Truppen der Vereinten Nationen der Franzosen als Ziel hat. Und wenn der Gegner (Anhänger des neuen Präsidenten) bei einer Demonstration ihre Opposition bekunden … kann das ein sehr blutiger Tag werden
Bitte: Niemals Antworten (weiterleiten) auf diese Mail, ohne jede Bezug auf mich zu entfernen. Wenn diese E-Mail in die Hände der Todesschwadronen fällt, wirst du keine neuen Nachrichten mehr von mir haben
Veröffentlicht von tom am 24. Dezember 2010 in Neues
Erstmal wünsche ich allen ein frohes Fest heute!
Lasst es euch gut gehen und kommt mit eurer Familie zusammen!
Genau das werde ich auch machen bis auf den kleinen Unterschied, dass ein Teil meiner Familie jetzt auch in Ghana ist.
Beim Filmdreh von "Stick together" in der alten Zuckerfabrik in Komenda/ Ghana
Damit meine ich meine SchülerInnen, meine Nachbarn, die Jungs und Mädels, mit denen ich das Jahr über Musik gemacht habe und alle die wundervollen Menschen, die mich (ganz besonders auf meiner West Afrika Reise) in ihre Welt mit genommen – und mich so zu einem Teil ihrer Familie gemacht haben. Dafür bin ich unendlich dankbar.
Beim Filmdreh von "Go Blackstars" in Komenda / Ghana
Deshalb habe ich auch gestern den ganzen Tag damit verbracht Fotos zu entwickeln und zu verpacken, die im Filmworkshop, Komenda, Cape Coast oder auf der Reise entstanden sind. Ich will sie meinen Freunden wieder zurück geben. Mir ist wichtig, dass die Bilder, die ich von den Menschen gemacht habe, nicht nur hier „ausgestellt“ werden, sondern Stück für Stück auch wieder zu ihnen zurück kommen. Diese Bilder gehen als eine Art Neujahrsgeschenk am Sonntag, zusammen mit Milena, wieder nach Ghana.
Super liebe Oma in dem Dorf Quidah in Benin.
Auch bedanken will ich mich an diesr Stelle nochmal für die Menschen, die den Filmworkshop und die damit verbundenen sehr komplexen Erfahrungen ermöglicht haben.
Auf der einen Seite es Weltwärts, das Programm durch das alles seinen Anfang gefunden hat und mir finanziell einen Backup gegeben hat. Dafür bin ich logischer Weise auch dem Staat sehr dankbar. In dem Sinne hat mir das Jahr auch geholfen wieder positiver über Deutschland zu denken. Als ich gefahren bin war ich einfach nur glücklich erstmal hier weg zu sein und freute mich auf einen wunderbaren Kontinent. Der Kontinent ist immer noch wunderbar aber da ich in dem Jahr in sechs Ländern war, bekommt man doch einen recht umfangreichen Überblick, was an Deutschland doch alles ganz gut ist.
Dann will ich auch AIM. (Der NGO/ Hilfsorganisation für die ich das Jahr gearbeitet habe) danken. Durch AIM. bin ich auf Ghana aufmerksam geworden und durfte nach Komenda ziehen. Dazu kommt, das AIM. die Freiheit gegeben hat, ein komplett neues Projekt (Filmworkshop + Filmprojekte) zu starten, welches es so noch nie gab. Ich glaube durch diese freien Möglichkeiten, genau das zu tun (Film/Foto/Medien/Unterrichten) womit ich am besten helfen kann (denn Film und Medien können wirklich helfen, wenn man sie richtig einsetzt!). So konnte über das Jahr so viel Gutes entstehen!
Auch hat AIM. mir den Kontakt zu den Menschen in Komenda ermöglicht sowie über den Youth Club die tolle Verbindung zu meinen Kids hergestellt, die ich dann unterrichten durfte. Alle habe ich tief in mein Herz geschlossen und die Anrufe, die jede Woche aus Komenda kommen zeigen, dass ich auch bei ihnen in Erinnerung bleibe.
Ein ganz besonderer Dank geht auch an die Freunde und Bekannten, die von Anfang an (noch bevor alles los ging) durch ihre Spenden ermöglicht haben das Nötigste an Equipment zu besorgen und so den Grundstein für dieses außergewöhnliche Hilfsprojekt gelegt haben. Ich hoffe, ihr wisst wie sehr ihr den Kids in Komenda damit geholfen habt! Ohne euch wäre der Workshop nie so geworden und würde jetzt vielleicht nicht mal nachhaltig funktionieren! Aber das tut er, denn das Equipment konnte da bleiben und ein neuer Volontär macht mit dem Filmworkshop jetzt weiter. Dafür bin ich euch, wie gesagt, besonders Dankbar! Nachhaltigkeit war nämlich mein größtes Ziel bei dem Projekt!
Zuletzt noch ein Dank an meine Familie und Freunde in Deutschland!
Danke an meine Eltern, die immer hinter meinen Ideen stehen, mich sehr unterstützt und sogar einmal in Ghana besucht haben um sich ein Bild zu machen. Danke auch an meine Oma, die mir so viel Karten geschrieben hat, mein Cousin Felix, der diesen Blog mit ermöglicht hat und den Rest der Familie, der auf mich gewartet hat und mir immer zur Seite stand.
Nicht zu vergessen meine wirklich tollen Freunde, die mich nach dem Jahr herzlicher, als ich mir je hätte vorstellen können, empfangen und sofort, wie als wäre ich nie weg gewesen, wieder aufgenommen haben.
DANKE AN EUCH ALLE!
Ich würde mich sehr freuen wenn ihr den Blog weiter verfolgt, der jetzt erst so richtig anfängt.
Sagt ihn doch auch mal bitte allen weiter, die daran interessiert sein könnten.
Das wäre klasse!
Veröffentlicht von tom am 13. Dezember 2010 in Neues
Das Jahr geht zu ende und ich kann auf eine wunderschöne Zeit in West Afrika zurückblicken.
Auch wenn diese Zeit erst mal vorbei ist, wird der Blog und start2think nicht aufhören!
Im Gegenteil…
Ich bin wieder zurück in Deutschland und ein neuer Lebensabschnitt beginnt.
Mittlerweilehabe ich angefangen in Dieburg Film zu studieren (Digital Media/ Video). Womit ich wieder ein Stück näher an mein Ziel rankomme. Start2think for a better world. Mit meinen Filmen will ich zum mit-, weiter- und überdenken anregen, Stimmen, Meinungen und Nachrichten aus anderen Ländern, sowie neuen Sichtweisen international zugänglich machen um den interkulturellen Austausch positiv voran zu bringen. Start2think Filme sind mein Weg um die Verständigung der Menschen zu verbessern und mich für einen Abbau der Angst vor dem Ungewissen ein zu setzten. Keep it real… peace, love, unity!
Afrika hat mich für sich gewonnen und in Zukunft werden weitere Projekte auf diesem besonderen Kontinent statt finden. Diese schöne Zeit wird nach und nach auch hier nach zu verfolgen sein. Aus diesem Grund werde ich Bilder, Geschichten und Filme hochladen.
Veröffentlicht von tom am 10. September 2010 in Neues
Wooooow!
Dieser Eintrag wird nur ein spontaner Gefühlsausbruch.
WAHHHHHHHH war das schön!!!!
ICH LIEBE EINFACH WEST AFRIKA, denn hier ist jeder Tag unvorstellbar und einfach nur abgefahren! Ich bin zurück in Komenda arbeite schon wieder mit meinen Film/Kids an unserem letzten Projekt und…habe die schönste Reise hinter mir, die ich mir so selbst nach dem Jahr in Ghana und den ganzen Erlebnissen hier, nicht hätte vorstellen können.
Über 4000 Kilometer bin ich nur mit einem Rucksack einen Monat vom Meer und der Küste mitten in den Busch und durch ganz nach oben bis zur Wüste …und denn das ganze in einem anderen Land zurück. So habe ich erst Ghana dann Togo, Benin (bis nach Nigeria), Burkina Faso und Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste) komplett durchquert. Und das beste: Ich habe nie in einem Hotel übernachtet! Ich habe wunderbare Menschen getroffen, die mich für kurze Zeit in ihre Lebenswelt aufgenommen haben. Soldaten, Metzger, Priester, ein Spieler der Fussballnationalmanschafft von Togo, Musiker, Studenten, Voodoo Priester, Chief (König), Rastafaris, Christen, Moslems, Volontäre…
ALLE ERLEBNISSE WAREN IMMER POSITIV!
Hätte ich diese Reise so wie ich sie erlebt habe 1zu1 mit der Kamera begleitet wäre es definitiv mein erster großer Film geworden!
Ich kann wirklich nicht in Worte fassen was ich da erlebt habe.
In den ersten Tagen habe ich in mein Tagebuch das Zitat gekritzelt.
Wenn ich diese Reise in wenigen Worten beschreiben sollte würde ich sagen: UNBESCHREIBLICH SCHÖN!
Veröffentlicht von tom am 22. Juli 2010 in Film, Komenda
In zwei Stunden werde ich mich auf den Weg nach Lome (Togo) machen und meine Westafrika-Reise beginnen. Stueck fuer Stueck wird sich das Puzzel meiner Reise zusammensetzten. Ich lass mich einfach von jedem neuen Tag ueberraschen. Hier kann sowas nur gut gehen. ;)
Nun noch ein Film, damit ihr was habt bis ich dann mal von der Reise und dem Workshop berichte.
Genau passend zu den Sommerferien in Deutschland will ich euch noch einen Einblick geben, wie man in Ghana den letzten Schultag feiert. Ganz besonder mag ich das Ende..also nehmt euch ruhig mal die Zeit und geniesst die Show, die die Kids selber geplant haben! Die Schule, die ihr sehen werdet, ist ueberigens ein von drei JHS’s in Komenda (Junior High School). Um es einfach zu erklaeren : Die 2 Stufe zwischen Grundschule (Kindergarten/Creche) und Abitur (SHS). Einige meiner Workshop-Kids gehen auch genau dort zur Schule und in der gleichen Halle treffen wir uns oefters mal fuer den Workshop (z.B. fuer Filmvorfuehrungen).
Viel Spass mit dem Film! Ich war selber erstaunt was die Kids so drauf haben!!
Wir sind zwar nicht Weltmeister geworden.
Aber die gute Laune geht hier nie unter!
Nach dem letzen Ghana spiel wurde ich kurz von YouFM, einem Radiosender des Hessischen Rundfunks, der bei uns in der Region um Frankfurt zu hören ist, angerufen und befragt was denn so los sei. Es war kurz, da ich in einer Art Wochenrückblick kurz sagen sollte was so abging…aber hört es euch doch selbst an:
Die nächsten Wochen werde ich übrigens mal so richtig Unterwegs sein. Zum ersten mal ein richtiger Urlaub! Ich weiß noch nicht, wo es mich genau hin verschlagen wird. Ich lass einfach mal das Abenteuer auf mich zu kommen.
Mit meiner Kamera, ein paar Anziehsachen und einem Notiz/Zeichenblock im Gepäck werde ich mich mal über die Grenzen Ghanas trauen und Togo, Benin und zum Schluss Burkina Faso erkunden. Das ist soweit zumindest der Plan was die Länder angeht!
Mehr dazu wirds dann nach der Reise hier zu finden geben. Also seid gespannt!
Danach werde ich auch mal etwas mehr über meinen Workshop berichten. Es wird Zeit.
Veröffentlicht von tom am 25. Juni 2010 in Film, Ghana, Musik
Ich mach es kurz.
Im Grunde wollte ich (schon während der Dreharbeiten) über den sau spannenden aber doch auch hektischen und extrem anstrengenden Dreh dieses Videos berichten. Aber das lasse ich jetzt erstmal außen vor und präsentiere euch das Endprodukt!
Wir.
Milena, die Kids vom Youth Club, ein paar der 4/20. Studios Mitglieder und ich haben etwas auf die Beine gestellt, das jetzt in ganz Ghana gesehen wird. Ihr wisst, wir haben in unserem Youth Club auch eine Musikgruppe. Zusammen mit Milena hatten die Kids einen Song für das ghanaische WM-Team gemacht.
Also habe ich mit meiner Gruppe einen Film dazu gedreht! Wegen des Zeitdrucks waren meine Kids diesmal vor der Kamera aktiv. Aber wir haben es pünktlich geschafft! Einen Tag vor dem Spiel Deutschland/Ghana war ich fertig mit dem Schneiden und so sind Milena und ich nach Accra gefahren und haben es an verschiedene Fernsehstationen verteilt. Der Film läuft mittlerweile auf allen großen Fernsehstationen im ganzen Land (GTV, TV3, MetroTV etc.) und wird immer wieder gespielt.
Da ich in Accra war hatte ich auch die Gelegenheit es hoch zu laden. Es war echt anstrengend und hat mich ca. 12 Stunden gekostet aber jetzt ist es online also will euch nicht weiter auf die Folter spannen und deshalb wünsche ich euch viel Spaß mit dem Clip!
Für alle bei denen das Video hier nicht zu sehen ist…
Hier der Link zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=lfP7C_OUSsk
(Leider ist die Qualität bei YouTube nicht ganz so gut wie das Original…liegt an der sehr schlechten Internetverbindung
Ach übrigens. Über den Sieg der Deutschen gegen Ghana waren die Ghanaer keineswegs böse. Ganz im Gegenteil. Da alle weiter sind wurde auch hier für Deutschland mitgefeiert und zwar die ganze Nacht! Generell liebt man Deutschland hier. WE ARE ONE!